Der vertikal betonte Mittelteil ist Erschliessungs- und Kommandotrakt. Er scheidet die 10 m tiefen Fahrzeughallen von jenen mit 14 m Tiefe. Im Süden wird der kürzeren Fahrzeughalle ein dreigeschossiger Bauteil vorgesetzt, dessen UG ob des Geländesprunges ebenerdig zugänglich ist. Herren-Garderoben und Nebenräume sind an die Fahrzeughalle, Damen-Garderoben und Nebenräume an die grosse Fahrzeughalle angedockt, Büro- und Aufenthaltsbereiche liegen darüber. Das letzte Geschoss enthält zwei Wohnungen, im Westen Schulungs- und Nebenräume. Der 25 Meter hohe Schlauchturm erhebt sich vor dem Mitteltrakt, im Hof.
Geradlinige rechtwinkelige Geometrien bestimmen das Bauwerk. Die Vorstellung von einem übersichtlichen, sehr einfach funktionierenden Betrieb, und der extrem enge Kostenrahmen (eine preisgünstigere Feuerwehr ist nicht bekannt) bestimmten die Wahl der architektonischen Mittel. Trotz limitierter Formensprache und Materialwahl ist ein vielfältiges, lichtdurchflutetes und spannendes Raumgefüge von hoher Funktionalität entstanden. Spannung erzeugt der Wechsel von verschieden proportionierten Volumen: auf hohe Räume (zB mehrgeschossig und vertikal begehbar wie die Eingangshalle) folgen tiefe, langgezogene Räume. Direktes, indirektes, Streiflicht und Licht von oben wechseln je nach Raum.
Die Komposition aus einzelnen Elementen wird ablesbar durch die klare Zuordnung jeweils eines Materials: schwer und robust der Betonsockel und die Fahrzeughallen; leicht, die eingebaute Technologie vermittelnd, der in die Eingangshalle eingeschobene, wellblechverkleidete Kubus der Einsatzleitzentrale; durch die umlaufenden Glasbänder scheinen die Holz-Fertigteilkonstruktionen über beiden Flügeln zu schweben. Entsprechend dem abnützungsintensiven Gebrauch wurden robuste und pflegearme Materialien wie roher Beton, Metallgitterroste, OSB-Platten und ungehobelte Lärchenbretter verwendet.
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