Die Anforderungen der in einer sanften Kurve zweispurig mit einseitigem Gehsteig geführten Tessendorfer Straße spiegeln sich im asymmetrischen Querschnitt dieses Dreifeldbrückenobjektes und in der Gestaltung seiner Untersicht. Die dort aus den zwei Flächen entstehende Gratkante entspricht in ihrer Lage der Schwerpunktachse des V-förmigen Querschnittes. Durch dessen Geometrie und die entsprechende Ausformung der Randbalken präsentiert sich diese Brücke außerordentlich schlank.
Die Tragwerksplatte ist auf zwei aufgelöste und daher möglichst leicht wirkende "Dreieckspfeiler" aufgelagert. In der Längsachse der Brücke verkürzen sie durch ihre schräge Auskragung die Spannweite des Mittelfeldes. Diese Pfeiler sind durch die Ausformung zweier Rippen im Bereich des Mittelfeldes miteinander verbunden. Quer zur Längsachse betrachtet, nehmen die zwei Stützenscheiben Bezug zur Brückenuntersicht. Rechtwinkelig zu den beiden Untersichtflächen werden sie bis zum Fundament allmählich breiter. Durch die unterschiedlichen Neigungswinkel verdeutlichen sie den asymmetrischen Brückenquerschnitt.
Die Randfelder zwischen den runden Stützen und dem Widerlager bilden einen einwandfreien V-förmigen Querschnitt. Um den eleganten Brückenquerschnitt visuell nicht durch einen schweren Endquerträger zu beeinträchtigen, ist dieser hinter der Widerlagermauer verdeckt angeordnet.
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